Warum heisst es so?

Abendweid
Die Tageszeit bezeichnet diese Weideplätze zu welcher das Vieh getrieben wird.

Abgschütz
ist eine lange, hohe Felswand zwischen dem Hochstollen und Älggi. In der Mundart sagen wir Schutz statt Schuss. So steht auch Abgschütz für abschüssig.

Bettlernest
besteht eine Beziehung zur irgendeinem Bettler, soll ein Versteck für Bettler, Landstreicher oder Gesindel gewesen sein.
Blutigraben
Im Bluttigraben fegt jeden Frühling eine Lawine alles herunter.

Bocki
ist ein Weidegebiet für das Wild (Gemsbock)

Brandegg
Häufig wurde ein Buschwald im trockenen Herbst samt dem dürren Laub verbrannt. Das mit Hilfe des Feuers gerodete Land hiess dann "Der Brand"

Chalberegg
Nach der Wirtschafts - und Alpordnung wurden den einzelnen Tierarten besondere Weidgebiete zugeiteilt, was oft in den Namen zum Ausdruck kommt. Egg kommt in den Flurnamen häufig vor und bedeutet Rundung eines Berhanges ohne Gegengefäll in der Richtung des Berges. Egg ist ein vorspringender Winkel. Die Egg ist nicht selten ein Sattel.

Chlister
Ist eine Alp, wo Grasflächen von Felsbändern eingehegt sind. Clister kommt aus dem rom. Clustrum = eingehegtes Stück Land. Clustrum wurde zu klüstro, in der Obwaldner Mundart Chlister.

Chringengrat
Grat ist eine häufige Bezeichnung für eine längliche aber schmalen Bergrücken. Chlingen. Chringen = Einschnitt
Chlingengrat - Einschnitt im Arnigrat
Chlingelzweng im Sachsler Arni: Heuland oder Weide zwischen zwei wüsten, ganz engen Grägen. Dort war früher ein kleiner Durchgang zwischen Wandelen und Heitlistock vom Arni in die Alp Chlister, also eine kleine Chlinge

Tobel1

Chämlisegg
Das Chamblüemli (Brandknabenkraut) oder noch eher das Männertreu = Chammblüeli (weil es auf Bergkämmen vorkommt), wuchs in Menge auf Chamlisboden, Chämlisegg.

Gand
"Schuttfeld, Geröllhalde, Masse von Felsstücken und Steinen im Hochgebirge". Man sagt jetz noch. "Eine Alp verganden lassen", d.h. die Steine nicht mehr wegräumen. Gand oder Gant und rom. ganda sind gallischen Ursprungs.
Bodenbeschaffenheit und Geländeform werden durch folgende keltische Namen bezeichnet: Goldmatt, Goldboden, Goldloch. Gol = Steingeröll wurde an das lautlich nahestehende Gold angeglichen. Die Goldmatt in Sarnen ist ein ausgesprochener Schuttkegel des Mülibaches.

Glässi
Steinschichten übereinander gelagert, die Schichtung von Gestein. z.B. Seefeldglässi,

Meisen
Holzschlag hiess im mittelhochdeutschen "Meizen" davon kommt Meisen

Planggwald
Plangge: vom rom. planca = Brett, Halde: Steil abfallende, bewachsene Fläche in Waldungen, zumeist aber zwischen nacktes Gestein eingebettet. Heuplangge wird noch oft verwendet.

Rafgarten
An früheren Runkelrüben Anbau erinnert die Bezeichnung Rafgarten

Ringel
Der Ringel auf dem Sachsler Seefeld ist ein runder Weideplatz, rings von Steinen umgeben.

Rufi
von rom. ru(v)ina = Bergrutsch, Älterer Name für Rübi

Schlächtenmatt
Stammt vom Holzschlag in den Wäldern. (Schlag)

Stelli
Stelli ist nicht bloss ein Ort, wo die Tiere Schutz suchen, sondern auch, wo sie zwischen Felsen und Charrenfeldern nicht mehr weiterkommen.

Siben Trög
So sieben Trög in der Alp Chlister an einem Bach angebracht waren.

Alpenrosen
Schindelegg
Auf der Schindelegg wurden Hagholz und Schindeln gemacht.

Schnide, Leist
sind Gratformen

Seefeld
Oberhalb Älggi ist ein See, dessen ebenes Gelände Seefeld heisst und der nach diesem Feld Seefeldsee genannt wird.

Seefeldstock
Stock ist ein kegelförmiger Berg.

Vorstegg
Die Vorstegg zwischen Arni und Inenbach ist wahrscheinlich die vorderste Egg.

Wäsperen
Könnten eine Erklärung mit Wespen vermuten lassen.

ZifluchtZiflucht-5-14.07.06
Zu fast allen Hochalpen gehört irgendeine tiefer gelegene Alpweide in geschützter Lage, wohin die Sennen bei Schneewetter ihre Senten treiben durften. Für geschützte Ort in einer Alp hört man noch hie und da den Ausdruck: "Da ist es zifluchtig." Ob es von Zuflucht kommt, was er eigentlich bedeutet, ist nicht ganz sicher, weil auch Zilflucht in Frage kommt: Bis zu diesem Ziel (=Grenze) darf man mit dem Vieh fliehen.